Parodontitis und Hormone

Klimakterium

Hormonschwankungen können während des Klimakteriums zu einer hormonell bedingten Gingivitis führen. Das Zahnfleisch schwillt an und läßt schädigende Bakterien leichter passieren. Es kommt häufiger zu Zahnfleischbluten. Aus Angst vor weiterem Bluten werden die Zähne meist weniger gründlich und seltener geputzt. Es bilden sich vermehrt Zahnbeläge, welche wiederum Grundlage für Karies und Zahnfleischerkrankungen sind. Daher ist die gründliche optimale Mundhygiene auch in diesem Fall die Basis zur Vorbeugung und Behandlung. Es sollte zur Prävention eine professionelle Zahnreinigung(PZR) mit entsprechender Instruktion zur Zahnpflege durchgeführt werden.

Mit den Wechseljahren kann sich die Knochendichte verringern. Derzeit wird wissenschaftlich diskutiert, dass Osteoporose ein Risikofaktor für Parodontitis sein kann. Daher ist die Vorsorgeuntersuchung 2 mal im Jahr zu empfehlen. 

Schwangerschaft

Schwangerschaftsbedingte Veränderungen wie die Umstellung des Hormonhaushalt, eine veränderte Mundflora, veränderte Ernährungsgewohnheiten und die Anpassung der Immunabwehr beeinflussen die Zähne und den Zahnhalteapparat. Eine schlechte Mundgesundheit während der Schwangerschaft kann zu einem niedrigen Geburtsgewicht und zu einer Frühgeburt führen.

Aus diesem Grund wird Schwangeren empfohlen den Zahnarzt aufzusuchen und auf eine gute Mundhygiene zu achten.

Während der Schwangerschaft besteht ein erhöhtes Risiko für eine Zahnfleischerkrankung. Ohne Veränderung der Zahnputzgewohnheiten reagiert das Zahnfleisch der Schwangeren plötzlich empfindlicher auf bakterielle Beläge, ist gerötet, geschwollen und blutet leicht. Eine Schwangerschaftsgingivitis tritt in 30-100 % der Fälle auf. Bestehende Entzündungen können sich verstärken, bakteriell bedingte Entzündungen des Zahnfleisch können auf den Zahnhalteapparat übergehen. Im zweiten Trimester kann eine entsprechende Behandlung in Abhängigkeit vom Allgemeinzustand erfolgen.