Parodontitis - Therapie / Zahnfleischbehandlung

Eine bestehende Parodontitis kann durch eine systematische nichtchirurgische, antiinfektiöse Zahnfleischbehandlung in ihrem Verlauf aufgehalten, verlangsamt werden. Grundlage ist die vollständige Beseitigung der verursachenden Bakterienbeläge von den Zahnoberflächen, Zahnwurzeln - auch nachhaltig. Eine Parodontitistherapie ist zu keinem Zeitpunkt abgeschlossen. Eine regelmässige Nachsorge als unterstützende Parodontitistherapie (UPT) muss lebenslang erfolgen.

 

Initialphase - Vorbehandlung:  Zahnreinigung

 

In der Initialphase werden Sie motiviert Ihre häusliche Mundhygiene zu optimieren.

Sie lernen die für sie richtige Zahnputztechnik  und die verschiedenen Hilfsmittel wie Zahnzwischenraumbürste und/ oder Zahnseide richtig handzuhaben.

Im Rahmen einer professionellen Reinigung werden die zugänglichen harten und weichen Beläge entfernt.

Ja nach Ausgangssituation benötigen wir hierfür 2-3 Sitzungen. Es wird eine Erfolgskontrolle durchgeführt und je nach Verlauf eine nichtchirurgische antiinfektiöse Therapie eingeleitet.

In bestimmten Fällen kann eine Antibiotikagabe sinnvoll sein um agressive Keime zu eliminieren. Hierzu sollte vorab eine Keimanalyse zur Bestimmung des Keimspektrums erfolgen.

 


Erfolg der Zahnfleischbehandlung

Ihre Mitarbeit ist für den Erfolg der Parodontalbehandlung entscheidend!

Nehmen Sie Behandlungstermine, ins- besondere die Nachsorgetermine wahr und verwenden Sie besondere Sorgfalt auf Ihre tägliche Mundhygiene!


Nichtchirurgische Parodontitis - Therapie

 

Unter lokaler Betäubung werden die schwer zugänglichen Zahnfleischtaschen mit speziellen Instrumenten gesäubert, Entzündungsgewebe und Konkremente (Zahnstein in den Zahnfleischtaschen)  in 2 - 4 Sitzungen entfernt. Es erfolgt eine zeitnahe Kontrolle der Wundheilung. Nach 2-3 Monaten erfolgt eine erneute Kontrolle (Reevaluation). Es wird das Ergebnis der bisherigen Therapie überprüft. In manchen Fällen, insbesondere bei stark erhöhten Taschentiefen, kann eine weitere parodontal-chirurgische Behandlung notwendig sein, d.h. lokal wird ein kleiner Lappen gebildet um unter Sicht die Tasche zu reinigen. Zusätzlich können regenerative (aufbauende) Verfahren zur Anwendung kommen.

 

Das Ergebnis wird in regelmässigen Nachsorgeterminen überprüft. 


Nach der Parodontitistherapie erfolgt die Nachsorge = unterstützende Parodontitistherapie UPT

 

Der langfristige Erfolg der Parodontitistherapie hängt von Ihrer Mitarbeit  bei der täglichen Mundhygiene ab. Im Rahmen der Nachsorge (UTP) werden die Zähne und das Zahnfleisch kontrolliert und professionell gereinigt, Mundhygienedefizite werden aufgezeigt und Verbesserungsvorschläge gemacht. Das Nachsorgeintervall hängt vom Schweregrad der Parodontitis, Ihrem Erkrankungsrisiko und Ihrer eigenen häuslichen Mundhygiene ab und variert zwischen 3-6 Monaten.

Die Initialbehandlung sowie regenerative Verfahren in der parodontalen Chirurgie und die unterstützende Parodontitistherapie (UTP)sind nicht Leistungsinhalt der gesetzlichen Krankenkassen. Die Leistungen werden privat nach der Gebührenordung für Zahnärzte nach Schwierigkeit und Zeitaufwand berechnet. Zusatzversicherungen zahlen je nach Tarif 1 oder 2 mal im Jahr einen Festbetrag zur professionellen Zahnreinigung.